Journal · 11. Juni 2026
Warum der Lebensmitteleinzelhandel Kampagnenkalender neu setzt
Preisaktionen und Eigenmarken bestimmen gerade den Takt. Was Markenteams in der Planung beachten sollten.
In Baden-Württemberg und darüber hinaus verschieben Handelsketten derzeit Aktionsfenster kurzfristiger als noch vor zwei Jahren. Eigenmarken-Wochen und regionale Frischeaktionen greifen tiefer in die Sichtbarkeit nationaler Markenkampagnen ein.
Für Markenteams bedeutet das: Der klassische Quartalskalender reicht oft nicht. Wer Regalpräsenz und Out-of-Home parallel plant, braucht einen engeren Austausch mit dem Key-Account und eine realistische Einschätzung, welche Botschaft im Aktionslärm noch trägt.
Unsere Redaktion beobachtet seit dem Frühjahr vor allem drei Muster: kürzere Leadzeiten bei Handelsmedien, stärkere Betonung von Herkunft und Zubereitung in der Eigenmarkenkommunikation sowie ein Rückgang rein imagegetriebener Sonderplatzierungen zugunsten messbarer Aktionswochen.
Wer jetzt plant, sollte den Handel nicht als nachgelagerten Kanal behandeln, sondern als Mitspieler mit eigenem Redaktionsrhythmus. Ein gemeinsamer Blick auf den Aktionskalender spart später teure Anpassungen.