17. April 2026

Drogerie-Retail-Media: Was sich für Pflege- und Haushaltsmarken ändert

Onsite-Flächen und App-Platzierungen wachsen — aber Sortimentslogik und Frequenz bleiben entscheidend.

Im Drogeriesegment sind digitale Flächen und App-Platzierungen sichtbarer geworden. Für Pflege- und Haushaltsmarken heißt das: mehr Optionen, aber auch mehr Druck, Budgets zu streuen, bevor klar ist, welche Fläche wirklich zur Kategorie passt.

Frequenz und Einkaufsrhythmus bleiben zentral. Eine Platzierung, die bei Impulskäufern funktioniert, hilft einer Pflege-SKU mit langer Wiederkaufrate oft wenig. Wer Retail Media plant, sollte zuerst die typische Kaufreise in der eigenen Kategorie beschreiben — nicht die verfügbaren Formate des Retailers.

Eigenmarken des Handels spielen im Drogeriebereich eine starke Rolle. Gemeinsame Medienflächen können Marken und Eigenmarken nebeneinander stellen. Das ist für Shopper normal, für die Markenführung heikel: Ohne klare Abgrenzung wirkt die Herstellerkampagne wie ein Regalhinweis unter vielen.

Praktisch bewährt hat sich, Onsite- und Instore-Maßnahmen an denselben Sortimentsbotschaften auszurichten. Wer in der App ein anderes Versprechen gibt als am Regal, verliert den Faden — und die Messbarkeit.

Für Jahresplanungen lohnt ein Blick auf saisonale Cluster (Hautpflege im Winter, Haushaltsreinigung vor Feiertagen) statt auf isolierte Produktlaunches. Retail Media folgt hier eher dem Kalender des Handels als dem Launchplan der Marke.

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